Willkommen bei der Dentalfamilie - Ihre Zahnärzte in Stuttgart Feuerbach

Grazer Str. 22 70469 Stuttgart Tel: 0711 850235



  1. Zahnpflege bleibt nach wie vor ein sehr wichtiger Faktor. Vergessen Sie die Zahnzwischenräume und Zunge nicht! Sie putzen mit Ihrer Zahnbürste zumeist nur 60% der Zahnoberflächen. Freunden Sie sich mit der Zahnseide an. Die Auswahl der Zahnpflegeartikel (oft ist ein günstiges Produkt besser als teure Markenprodukte – siehe dazu Stiftung Warentest Urteile) ist zweitrangig. Wichtig ist die Sauberkeit von Zähnen, Zunge und Zahnfleisch nach der Pflege. Für die Zähne ist eine elektrische Zahnbürste oft effektiver als eine manuelle. Für die Zunge reicht ein gewöhnlicher Zungenschaber.
  2. Nach dem Zähne putzen nur ausspucken, nicht ausspülen! So kann die Zahnpasta länger auf den Zahnschmelz einwirken.
  3. Ihr Zahnarzt hat eine Parodontitis festgestellt? Bitte beachten Sie, dass oft zu Anfang vor allem die Parodontitis sehr engmaschig behandelt werden muss. D.h. wir in Stuttgart Feuerbach bei der Dentalfamilie bestellen Sie bis zu 4 Mal / Jahr bei uns ein. Wenn dieses Intervall eingehalten und unsere Empfehlungen umgesetzt werden, kommt es zumeist rasch zu einer Stabilisierung der Parodontitis und zu gesunden Verhältnissen. Vorausgesetzt Sie arbeiten mit und beherzigen unsere Tipps.
  4. Ein Schwerpunkt in unserer Therapie ist die Ernährung und Lebensstiländerung. Die Zahnmedizin wurzelt viel tiefer in der allgemeinen Medizin als bisher angenommen. Das Sprichwort „Gesund beginnt im Mund“ erhält eine völlig neue Dimension. Eine immer wichtigere Rolle spielen Probiotika – immer mehr Studien aus der Medizin, Zahnmedizin und gar der Hirnforschung bestätigen es: Die Darmbakterien haben in unserem Körper einiges mit zu reden und mit zu bestimmen. Die Anzahl der Bakterien im Körper übersteigt die Anzahl der eigenen Körperzellen bei Weitem! 10 Billionen vs. 100 Billionen ; wir schenkten dem bisher zu wenig Beachtung; siehe auch neueste Hirnforschung („Wir sind Marionetten unserer Darmbakterien) – Man ist was man isst! Körper und Psyche sind in einem enormen Ausmaß vom Zustand der Darmflora abhängig. Probiotika unterstützen die „guten“ Bakterien und helfen dabei Darm- und Mundflora wieder zu normalisieren. So ein Bio-Joghurt hat mehr Kultur als manch ein Mitmensch. ;)
  5. Zurück in die Steinzeit, zumindest ein bisschen. Warum? Dazu gab es eine sehr interessante Studie. Zehn Teilnehmer mussten 4 Wochen lang in einer simulierten Steinzeit leben. Zahnbelag und Zahnstein nahmen zu, da man sich nicht die Zähne putzen durfte. Überaschenderweise nahmen die Entzündungswerte des Zahnfleisches aber ab. Dies führte man auf den fehlenden raffinierten Zucker und Weißmehl in der Nahrung zurück. Auch sonst nahmen die Entzündungswerte im Körper ab. Das sind Auswirkungen unserer westlichen Lebensweise. Durch Ernährungsumstellung beeinflussen Sie sämtliche Entzündungsreaktionen in Ihrem Körper. Kurz: vermeiden Sie hochglykämische Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehl), gesättigte Fettsäuren (Butter, Fleisch, Milch), Essen Sie vermehrt pflanzliche Lebensmittel - nebenbei behandeln Sie auch Diabetes, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselprobleme. Guten Appetit! Siehe auch: Okinawa-Ernährung, Mittelmeer-Ernährung, LOGI Methode
  6. Und noch etwas kurioses zur Ernährung: Gemüsesaft / Blatttgemüse hilft gegen Parodontitis! Und zwar aufgrund des Nitratgehalts. Das medial eher negativ behaftete Nitrat hat sehr wichtige Eigenschaften. Diese haben nichts zutun mit gepökelten Fleischwaren, denen die Zusatzstoffe Nitrat beziehungsweise Nitrit hinzugefügt werden.  Mit der Nahrung aufgenommenes Nitrat wird rasch im Magen und dem oberen Dünndarm aufgenommen und anschließend über das Blut zu den Speicheldrüsen transportiert. Ein gutes Viertel des aufgenommenen Nitrats werde dort in den Speichel abgegeben. Auf diese Weise sei die Nitratkonzentration im Mundraum erhöht. Bestimmte Bakterien, die im gesamten Rachenraum vorkommen, wandeln das Nitrat in Nitrit um. Dieses wirke einerseits selbst antimikrobiell und hemmt schädliche Bakterien. Andererseits werde es zu Stickstoffmonooxid (NO), was blutdrucksenkend, durchblutungsfördernd und entzündungshemmend wirkt. Wow!
  7. Bei schwer therapierbarer Parodontitis: Lassen Sie unbedingt Ihren Blutzucker prüfen, um eine Diabetes auszuschließen bzw. diesen richtig einzustellen. Eine schlecht eingestellte Diabetes kann eine Parodontitis verschlimmern. Außerdem führt dies zu mehr Karies an den Zähnen und folglich mehr Füllungen und Zahnersatz und zuletzt – Zahnverlust. Wir beobachten ebenfalls, dass sich Implantate bei Diabetespatienten eher entzünden und lockern. Eine unbehandelte Parodontitis erschwert die Blutzuckerkontrolle und verstärkt die Diabetes. Und das Schlimme ist, beide Krankheiten verursachen zunächst keine Beschwerden und werden oft erst erkannt wenn das Stadium fortgeschritten ist.
  8. Sonne bzw. Tageslicht - ob ein wenig pralle Sonne oder ein Spaziergang bei bedecktem Himmel -sammeln Sie unbedingt Vitamin D! Es bildet eine Art Schutzschild für unseren Körper. Es spielt eine zentrale Rolle im Kalziumhaushalt und ist damit von großer Bedeutung für Knochen und Zähne. Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für unser Immunsystem, sowie beim Aufbau eund Eralt von Knochensubstanz. Parodontitis ist eine chronische bakterielle Entzündung und baut Knochen ab.  Es besteht eine direkte Verbindung zwischen einem Vitamin D Mangel und dem Verlauf einer Parodotntitis. Also raus mit Ihnen ins Freie!
  9. Menschen, die Sport machen, haben ein um 54 Prozent geringeres Risiko für Parodontitis. Sport stärkt das Immunsystem, ist stressabbauend und macht einfach glücklich. Der richtige Hormoncocktail! Ein weiterer Tipp: Wechselduschen! Braucht Überwindung, aber wenn es erstmal in Ihren Tagesablauf eingebaut ist, dann sind Sie nicht nur widerstandsfähiger gegen Infekte, sondern Ihre Haut auch straffer, da der Kontrast zwischen Warm und Kalt Ihre Kapillargefäße trainiert. Und der Stoffwechsel ist auf Trapp!
  10. Ausreichend Wasser - wichtigstes Bauteil für gesunde Zellfunktionen.
  11. Fasten: ab und zu dürfen Sie Ihrem Körper eine Auszeit gönnen (in Absprache mit Ihrem Hausarzt). Dadurch erholt sich die Mundflora und das Risiko von Karies wird drastisch gesenkt. Sie setzen außerdem durch Fasten Autophagie in Gang. Ihr Körper beginnt sich zu entschlacken! Ein natürliches Recycling innerhalb Ihrer Zellen. Man ist jünger und schöner ohne den ganzen molekularen Müll.
  12. Stress setzt Entzündungshormone frei (Histamin), was wiederum eine Parodontitis verstärken kann, also “cool” bleiben und das Leben genießen! Sie werden es später bereuen nicht genossen zu haben. Dabei helfen Meditation, Yoga oder ein Schlückchen Bier oder Wein mit guten Freunden.
  13. Rauchen oder Liquids  verursachen weltweit rund 40 Millionen Parodontitiserkrankungen und ist damit der Risikofaktor Nummer 1 für die Entstehung der Volkskrankheit Parodontitis. Durch den Tabakkonsum wird nicht nur eines der wichtigsten Symptome, nämlich die Zahnfleischblutung, kaschiert und dadurch die Diagnose einer möglichen Parodontitiserkrankung erschwert, sondern in der Folge auch die Parodontitistherapie beeinträchtigt. Ein Rauchstopp kann die Prognose der Erkrankung erheblich verbessern.
  14. Antibiotika – Studien haben gezeigt, dass die genetische Vielfältigkeit der Bakterienstämme, die Parodontitis auslösen enorm ist! Manche Zahnärzte machen einen Bakterientest. Dies ist jedoch die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Null Aussagekraft, da verschiedene Bakterienstämme unterschiedliche Auswirkungen auf Ihren Wirt ausüben. Somit gilt nach wie vor: Wenn eine Parodontitis mit den zuvor genannten Methoden nicht therapierbar ist, dann wenden wir einen Antibiotika-Mix an. Den sogenannten Van-Winkelhoff-Cocktail. Auch wenn Antibiotika umstritten ist, Ihre Gesundheit und der Erhalt Ihrer Zähne sind wichtig.
  15. Die photodynamische Therapie – eine Therapiealternative zu Antibiotika. Eine sanfte Methode, die keine Resistenzen wie bei Antibiotika hervorruft. Das Besondere: Durch bestimmte Farbstoffe werden Bakterien in der Zahnfleischtasche markiert. Anschließend wird mittels eines harmlosen sichtbaren Lichts eine Reaktion ausgelöst, die Sauerstoffatome freisetzt und somit die Bakterien angreift und zerstört.
  16. Zahnpasta – die Wahl der richtigen Zahnpasta ist schwierig. Je nach Anwendungsbereich kann man eine andere Zahnpasta empfehlen. Für Kinder ist seit langem die Elmex Kinderzahnpasta führend. Für Patienten mit unempfindlichen Zähnen empfehlen wir gerne Meridol Zahnfleischschutz, für den „Bling-Bling-Effekt“ muss es nicht teuer sein, Kaufland Bevola Zahncreme Fresh oder Signal Zahnpasta BIO mit natürlichen Pflanzenextrakten machen die Zähne schön weiß. Bei Zahnfleischbluten hilft Parodontax Extra Frisch Complete Protection oder auch Aldi Süd Eurodent Kräuter 3-fach-Vorsorge. Letztendlich ist ein anderer Faktor entscheidender: Nehmen Sie sich Zeit für Zähne und Zahnfleisch. Gönnen Sie sich die 3 min.
  17. Korrelierend mit einer Parodontitis und abzuklären mit Ihrem Hausarzt sind diese Werte abzuklären: Adipositas (Taillenumfang Männer >102cm, Frauen >88cm), Triglyzeride >150mg/dl, HDL Cholesterin Männer < 40mg/dl, Frauen < 50mg/dl, Blutdruck 130/85 mm/Hg, Blutglukose nüchtern >100mg/dl (Plasmaglukose) - wenn drei dieser Kriterien zutreffen, dann ist dies ein metabolysches Syndrom und ein eindeutiger Risikofaktor für Ihre Parodontitis.
  18. Mundspüllösungen. Die Dentalfamilie in Stuttgart Feuerbach sieht Mundspüllösungen kritisch. Eine entzündungshemmende Wirkung kann durch richtige Ernährung genause ausgelöst werden wie durch das häufig eingesetzte Chlorhexamed. Das Problem bei wiederkehrendem Gebrauch ist eine zerstörte Mundflora. Diese ist jedoch wichtig für die Immunkompetenz bei der Abwehr von Parodontitis-auslösenden Bakterien.

Sie sehen, Parodontitis ist ein sehr komplexes Thema. Falls Sie sich die Zeit genommen haben und bis zum Schluss drangeblieben sind. Und wenn Sie außerdem noch einige Punkte für sich beherzigt haben, dann beglückwünsche ich Sie. „Hindernisse überwinden ist der Vollgenuß des Daseins.“ (Arthur Schopenhauer)

 

Ihr Praxisteam Schulz

 



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